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Rollstuhlprojekt

Rollstuhlprojekt der 3. Klassen

Am Montag, dem 20. April 2026 erlebten die Drittklässler der Grundschule St. Andreas Altrich einen besonderen Unterrichtstag: Der Behinderten- und Rehabilitationssport-beauftragte Jörg Holzem war zu Gast, um das Schulprojekt „Leben im Rollstuhl“ durchzuführen.

Ziel des Projekts ist es, Kindern frühzeitig ein Bewusstsein für die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung zu vermitteln und Empathie sowie Verständnis zu fördern. Statt trockener Theorie setzte Holzem dabei vor allem auf praktische Erfahrungen – und genau das machte den Vormittag für die Schülerinnen und Schüler so eindrucksvoll.

Nach einer kurzen Einführung, in der Holzem erklärte, welche Herausforderungen Rollstuhlfahrer im Alltag bewältigen müssen, durften die Kinder selbst aktiv werden. Mit bereitgestellten Rollstühlen übten sie, sich in der Sporthalle fortzubewegen, Hindernisse zu überwinden und alltägliche Situationen wie das Öffnen von Türen oder das Fahren über kleine Schwellen zu meistern. Schnell merkten die Kinder, wie viel Kraft, Koordination und Übung dafür notwendig sind.

Neben den praktischen Übungen blieb auch Raum für Fragen. Die Drittklässler wollten unter anderem wissen, wie man Sport im Rollstuhl betreibt oder welche Hilfsmittel es noch gibt. Holzem beantwortete die Fragen geduldig und gab spannende Einblicke in den Behindertensport, der in Rheinland-Pfalz eine wichtige Rolle spielt.

Am Ende des Projekttages stand vor allem eine Erkenntnis im Mittelpunkt: Barrieren sind oft nicht nur baulich, sondern auch in den Köpfen vorhanden. Durch das eigene Erleben konnten die Kinder ein besseres Verständnis entwickeln und nahmen viele neue Eindrücke mit nach Hause.

Das Projekt „Leben im Rollstuhl“ zeigte einmal mehr, wie wichtig solche Begegnungen sind – und wie nachhaltig sie das Denken junger Menschen prägen können.