Organisation

Grundschule St. Andreas Altrich

Geschichte und Informationen zum Namenspatron St. Andreas

Geschichtliches zur Grundschule St. Andreas Altrich und Informationen zum Namenspatron St. Andreas

Grundschule St. Andreas Altrich

 

Allgemeine Informationen

Die Grundschule Altrich hat eine lange Geschichte, viele Menschen haben hier ihre Schullaufbahn begonnen. 

Bereits vor 1780 gab es in Altrich – damals Filiale der Pfarrkirche zu Kirchhof – Schulunterricht, aber nur im Winter und unregelmäßig. Genaueres ist bekannt seit 1825, dem Beginn der offziellen Schulpflicht in Deutschland. Im Jahre 1880 erfolgte der Einzug in den Neubau neben der Altricher Kirche und 1936 die Erweiterung auf die heutige Größe. Von 1971 bis 1981 fand in Altrich kein Unterricht statt, alle Altricher Kinder besuchten in diesen 10 Jahren die Grund- und Hauptschule in Wengerohr.  Seit 1981 verfügt Altrich wieder über eine eigene Grundschule.

Wichtig für den Ort ist vor allem die enge Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde, der Pfarrgemeinde, dem Kindergarten und den Ortsvereinen. Besonders deutlich wurde dies im Jahr 2008 durch die Aufführung des Kindermusicals „Wakatanka“, einem Kooperationsprojekt von Grundschule, Kindergarten und Musikverein.

Grundschule – Ortsgemeinde Altrich

Informationen zur Pfarrkirche St. Andreas 

Die Pfarrei Altrich - Geschichte der Pfarrei

Die ersten urkundlichen Nachrichten über eine Pfarrei Altrich stammen aus dem Jahre 1157 und über einen Pfarrer bereits aus dem Jahr 1152. Bis ins 16. Jahrhundert sprechen die Verzeichnisse von der Pfarrei Altrich. Erst 1569 in dem Visitationsprotokoll aus dem Dekanat Piesport tritt die Bezeichnung "Pfarrei Kirchhof oder Altrich" auf. Zu dieser Zeit umfasste die Pfarrei die Dörfer Altrich, Büscheid, Platten, Pohlbach und die Höfe Hart und Kirchhof. Filialen waren Platten und Pohlbach, die eigene Kapellen hatten. Die Pfarrkirche zu Altrich, Bering des erzbischöflichen Hofgutes gelegen, daher auch der Name Kirchhof, war der zentrale kirchliche Mittelpunkt des alten Lieserfiskus. Im Jahr 1793 wurde die Filiale Platten zur Pfarrei erhoben und die Filiale Pohlbach im Jahre 1803 der Pfarrei Klausen angegliedert.

 

Die Pfarrkirche

Die Pfarrkirche St. Andreas zu Kirchhof erhielt im Jahre 1720 einen neuen Turm. Im Kirchturm waren zwei Glocken.

Der Zustand der Pfarrkirche zu Kirchhof war so schlecht, dass im Jahre 1871 die Kirche geschlossen werden musste. Im Jahre 1873 wurde nach den Plänen des Kreisbaumeisters Köchling (Wittlich) mit dem Bau einer neuen Pfarrkirche begonnen. Standort dieser neuen Pfarrkirche wurde Altrich. Im Juni 1874 konnte, unter Beteiligung der Bewohner aus Nah und Fern, mit großer Feierlichkeit die Grundsteinlegung erfolgen.

Die Einweihung der neuen Pfarrkirche zu Altrich nahm am 4. Februar 1875 der Dechant, Herr Pfarrer Lichter aus Wittlich vor. Nun hatten die Gläubigen der Pfarrei Altrich wieder eine schöne neue Pfarrkirche. Die vielen Bombenabwürfe während des zweiten Weltkrieges, die in der Nähe des Dorfes einschlugen, hatten auch der Altricher Pfarrkirche größeren Schaden zugefügt. Das Kirchendach hatte mehrere schadhafte Stellen durch Splitterwirkungen. Zu Beginn des August 1948 wurde der Turm in seiner nach Westen liegenden Seite, also über dem Portal der Kirche, in 4 Flächen, also zur Hälfte, vollständig neu beschiefert, weiter wurde das ganze Dach der Kirche nebst Sakristei neu überholt und gründlich in Ordnung gebracht.

Der 11. September 1949 war für die Pfarrgemeinde Altrich ein Festtag, das Fest der Glockenweihe. Die Kirchengemeinde hatte im Krieg ihre zwei Glocken zu Einschmelzen abgeben müssen. Seitdem tönte nur ein Glöckchen, das der Kapelle in Büscheid, mit dünner Stimme aus dem Turm. War nun die Freude groß, als die drei neuen Glocken in einem tannenumgrünten Gerüst, zur Taufe bereit, schwebten. Am 14. September 1949 konnten die  Gläubigen in Altrich dann auch zum ersten Mal wieder den feierlichen Klang ihrer neuen Glocken vernehmen.

Der 15. Januar 1956 war für die Pfarrgemeinde Altrich wieder mal ein besonderer Tag. Zum einen wurde das Silberne Priesterjubiläum von Herrn Pfarrer Otto Krage gefeiert und zu anderen wurde die renovierte Pfarrkirche eingeweiht. Wie heißt es in einem Zeitungsbericht vom 14. Januar 1956: "Die katholische Pfarrgemeinde Altrich darf mit Recht stolz sein auf ein Werk, das in diesen Tagen vollendet wurde: St. Andreas, die Pfarrkirche der Gemeinde, wurde renoviert; das Gotteshaus zeigt sich in einem neuen Gewand. Man spürt, daß hier eine Künstlerhand am Wirken war, tatkräftig unterstützt von den heimischen Handwerkern.

https://www.pfarreiengemeinschaft-wittlich.de/ueber-uns/st-andreas-altrich.html

Die Pfarrkirche liegt direkt neben unserer Grundschule St. Andreas


Informationen zum Namenspatron St. Andreas

Von Margret Nußbaum und Steffen Zimmermann |  Bonn - 30.11.2019

Andreas stammte aus dem Dorf Kapharnaum am See Genezareth. Gemeinsam mit seinem Bruder Simon – der später von Jesus Fels (Petrus) genannt wurde – übte er den Beruf des Fischers aus. Andreas war ein frommer Jude und glaubte an die Verheißung der Propheten, dass Gott den Messias schicken würde.

Andreas schloss sich Johannes dem Täufer an und begegnete eines Tages Jesus. Er war so begeistert, dass er mit seinem Bruder Kapharnaum verließ, um Jesus nachzufolgen. Andreas und Petrus gelten heute als die ersten Apostel. Nach dem Tod Jesu ging Andreas auf Missionsreisen durch verschiedene Länder. Während einer dieser Reisen erlitt er der Überlieferung nach am 30. November 60 im griechischen Patras an einem X-förmigen Kreuz das Martyrium. Wegen ihm heißt ein X-förmiges Kreuz bis heute Andreaskreuz und ist vor allem als Verkehrszeichen vor Bahnübergängen bekannt. Der Todestag von Andreas ist heute auch der Gedenktag des Heiligen.

Der Apostel ist unter anderem Schutzpatron von Russland, Griechenland, Schottland und Spanien. Außerdem ist er der Patron zahlreicher Städte, darunter Mailand, Neapel, Amalfi, Ravenna, Brügge und Bordeaux. Im schottischen Wappen und auch im britischen Union Jack ist das Andreas-Kreuz vertreten. Andreas wird als Schutzpatron für viele Berufsgruppen und Gelegenheiten angerufen, etwa als Beschützer der Fischer und Fischhändler, der Seilmacher und Wasserträger.

Da Andreas nach kirchlicher Tradition den Bischofssitz von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul gründete, versteht sich der orthodoxe Patriarch von Konstantinopel als Nachfolger des Apostels, so wie der Papst als Nachfolger des Petrus gilt. Die Kopfreliquie des heiligen Andreas wurde im Zuge der osmanischen Eroberung nach Rom gebracht und seit 1462 im Petersdom aufbewahrt. Papst Paul VI. gab sie 1964 als Akt der Ökumene an die Orthodoxie zurück. Die Echtheit wird allerdings angezweifelt.

Vielfältiges Brauchtum

Um den Andreastag herum endet das alte und beginnt das neue Kirchenjahr. Allerlei Brauchtum geht vor allem auf die Andreasnacht zurück, denn diese galt als Losnacht - eine Nacht, die sich besonders anbietet, Orakel zu befragen und die Zukunft vorauszusagen. Deshalb befragten Mädchen den heiligen Andreas früher gern, wer ihr Zukünftiger werde. Jede Gegend hatte ihr eigenes Liebes- oder Heiratsorakel. In Hessen ließen sich zum Beispiel Mädchen von einer ehrbaren Witwe einen Apfel schenken. Sie durften sich aber nicht für das Geschenk bedanken und auch nicht mit der Frau sprechen. Die eine Apfelhälfte aß das Mädchen vor Mitternacht, die andere legte sie unters Kopfkissen. In der Nacht, so glaubte man, würde sie von ihrem Zukünftigen träumen.

Gedenktag: 30. November

Patron zahlreicher Länder (unter anderem Russland, Griechenland, Schottland und Spanien) und Städte (unter anderem Mailand, Neapel, Amalfi, Ravenna, Brügge und Bordeaux) sowie vieler Berufsgruppen, darunter Fischer, Seilmacher und Wasserträger.

Im Harz sollte der Genuss von zwei Gläsern Wein den Traum vom Bräutigam herbeiführen. In Thüringen deckten Mädchen ihm den Tisch und ließen das Fenster offen stehen, damit er sich zeige. In verschiedenen Gegenden gab es das Apfelorakel. Das Mädchen schälte den Apfel in einem Stück und warf die lange Schalen-Schlange hinter sich. Konnte sie aus dem Gebilde einen Buchstaben lesen, war dies der Anfangsbuchstabe vom Namen ihres zukünftigen Mannes.

Aus Böhmen stammt das Lichterschwimmen. In doppelt so viele Walnussschalen, wie Mädchen in der Stube waren, wurden kleine Kerzen gesteckt und angezündet. Sowohl die leuchtenden als auch die Nussschalen ohne Kerze setzten die Mädchen in eine große Schüssel mit Wasser und ließen sie schwimmen. Ihrer Schale ohne Licht gab das Mädchen im Geheimen den Namen des erwünschten Bräutigams. Die Nussschalen, die aneinander stießen, symbolisierten nach dem Orakel das künftige Brautpaar.

Damit Wünsche in Erfüllung gehen...

Aber auch Kinder kamen in manchen Gegenden am Andreasfest auf ihre Kosten. Im Riesengebirge hängten Mädchen und Jungen ihre Strümpfe am Andreasabend vors Fenster. Am nächsten Morgen waren sie mit Äpfeln, Nüssen und einem Andreaskranz gefüllt, einem Hefegebäck mit Rosinen. Die Erfüllung von Wünschen erhoffte man sich von den Andreaszweigen, im Volksmund Andreasreiser genannt. Am Andreastag wurden um sechs, um neun oder um zwölf Uhr Zweige von neunerlei Bäumen oder Sträuchern geschnitten - schweigend und ohne von jemandem gesehen zu werden. Je drei Zweige wurden mit einem bunten Band zusammengebunden und in Gedanken Wünsche ausgesprochen. Blühten die Zweige an Weihnachten auf, gingen die Wünsche in Erfüllung.

Auch Wetterregeln gibt es für den Andreastag, etwa: Wenn es an Andreas schneit, der Schnee hundert Tage liegen bleibt. Oder: Hält St. Andreas den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück.

Von Margret Nußbaum und Steffen Zimmermann

Der Artikel wurde am 01.03.2015 veröffentlicht und am 30. November 2019 aktualisiert.

https://www.katholisch.de/artikel/52-beliebter-schutzpatron


Auch unsere vierte Klasse (2020/2021) hat sich mit unserem Namenspatron Sankt Andreas beschäftigt: